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White Sands Festival Norderney 29.05. - 01.06.09

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Kaiserwetter begrüßte die Teilnehmer zur xten Auflage des White Sands Festivals auf Norderney. Klaus war bereits eine Woche vorher zum Training angereist und konnte so zusammen mit Lokalmatador Bernd Flessner schon einige Inselrundfahrten durchführen, bei äusserst sportlichen und stürmischen Bedingungen. Pünktlich zum Regattastart schwächelte der Wind jedoch, getreu der Tradition das jeweils vor und nach den Regatten ordentlich Wind ist. Geblieben war jedoch der Nordseeswell, der zusammen mit schräg auflandigem schwachem Wind den 54 Teilnehmern einiges abverlangte, insbesondere bei dem Versuch, mit Formulamaterial den Shorebreak zu überwinden. Entsprechend gab es auch einiges an Bruch zu beklagen, bis sich die Fahrer an der Startlinie einfanden.

Die 2 Versuche, ein Kursrennen über die Bühne zu bringen, scheiterten an den Windlöchern in Verbindung mit der einsetzenden Strömung. So blieb viel Geschaukel auf der Nordsee ohne Ergebnis, nachdem die Fahrer zunächst wieder an Land geschickt wurden. Dort konnte man sich dann während der Startverschiebung wieder in Gedankenspielen darüber ergehen, wieviel praktischer doch Beachvolleyball als Sportart in Punkto Materialaufwand ist, nachdem man selbst schon am frühen Morgen bis zu 4 Segel aufgeriggt und an den Strand geschleift hatte, während die Beachvolleyballer locker mit einem Ball an der Promenade vorbei flanierten.

Da Wind und Strömung weiterhin wenig kooperativ waren fanden sich bereits die meisten der Besucher zur ersten Eventparty am Januskopf ein, als in den frühen Abendstunden Regattaleiter Holger Lass die Fahrer bei zunehmenden Wind noch mal in den romantischen Sonnenuntergang aufs Wasser schickte. Das Rennen, bzw. die beiden Kursrennen die gestartet wurden, waren weniger romantisch, eher rustikal ging es bei sportlichen Bedingungen mit ordentlich Swell und Wind am oberen Limit zur Sache. Klaus kam nach seinem Training mit den Bedingungen teamintern am besten zurecht und landete auf Platz 8, Christian Opitz und Chris Hafer lagen am Ende des ersten Tages auf Platz 16 und 17. Die Spätschicht auf dem Wasser hatte zumindest den Vorteil, das man wieder freie Plätze in den Restaurants fand, zumindest soweit die Küchen wg der vorgerückten Stunde nicht schon geschlossen waren.

Groundhog Day am Tag 2, wieder Kaiserwetter, wieder ordentlich Wind soweit man vom Ufer aus sehen konnte, wieder Unmengen von Material fertig machen und an den Strand bringen.

Anders als am Vortag wurde mit der Disziplin Slalom begonnen; bzw. erst mal mit einem Rettungseinsatz für Christian Opitz wg Mastbruch. Der hatte zumindest den positiven Nebeneffekt, das Christian auf sein größeres Segel ausweichen musste, und so für den schwächelnden Wind gut gerüstet war. Chris Hafer fand sich nach einem Frühstart im Vorlauf schnell am Strand wieder, hatte damit aber den Vorteil, nicht an ganz so vielen Rennabbrüchen und Neustarts mit verlängerten Warteperioden auf dem Wasser beteiligt zu sein, wie Christian und Klaus.

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Beide schafften es ins A-Finale und dort auf die Plätze 6 und 11; bevor es im Anschluss bei weiter schwächelndem Wind zur 2ten Slalomelimination aufs Wasser ging. Nach den ersten beiden Heats, häuften sich jedoch die Rennabbrüche, da die Fahrer nicht mehr ins Gleiten kamen. Heat 3 & 4 wurden daher nach etlichen Anläufen auf den nächsten Tag verschoben und die Fahrer dann doch irgendwann an Land geschickt. Aber nur, um kurz darauf mit Kursrennmaterial wieder aufs Wasser zu gehen; zu Kursrennen 3 & 4. Bei, wie konnte es anderes sein, stark zunehmendem Wind und sportlichen Bedingungen. Klaus, Christian und Chris kamen besser mit den Bedingungen zurecht und liefen meist geschlossen an der Luvtonne ein, mit Klaus auf 9, Christian auf 12 und Chris auf 19 war damit das Kursrennprogramm durch.

Denn am Sonntag ging es - bei Kaiserwetter - direkt weiter mit den Heats 3 & 4 der Slalomelimination 2; Klaus und Christian landeten im A- Finale wieder in den Top Ten, Chris im B Finale auf 11. Slalomelimination 3 folgte umgehend und während sich an der Spitze eine Sensation anbahnte, da Vincent Langer sich anschickte die jahrzehntelange Vorherrschaft von Bernd Flessner ausgerechnet an dessen 40ten Geburtstag zu brechen, lief es im Bayerteam wieder gut für Klaus und Christian, während das Debakel bei Chris weiterging. Auch im Vorlauf der 4rten Elimination schied Chris mit einem Frühstart aus. Das hatte allerdings den Vorteil, danach zumindest unbeteiligter Zeuge des totalen Chaos zu sein, das sich auf der Regattabahn entwickelte. Nachdem die Auslosung von Slalom 4 bereits an Land einmal korrigiert wurde, geschah dies nach den ersten 3 Vorläufen nochmals, weil einige Fahrer protestiert hatten. Das bekamen aber nicht alle mit, denn die meisten befanden sich ja noch auf dem Wasser, während andere schon vermeintlich ausgeschieden schon abbauten. Pikant wurde die Situation insbesondere durch die eindeutige Ansage, das letzte mögliche Startzeit um 14:30 Uhr sein sollte.

Aber wie wir gelernt haben, ist ja Auslegungssache was ein Start ist....denn auch um 16:15 fielen immer wieder Startschüsse zu Rennen, die dann mangels Wind wieder abgebrochen und neugestartet hätten. Vermutlich würde heute noch gesurft werden, wenn der Wind nicht so weit zusammengebrochen wäre, das irgendwie noch die Finals über den Kurs gebracht wurden.

Klaus hatte im Finale die Fahne des Teams leicht dehydriert nach gefühlten 8h auf dem Wasser hochgehalten, nachdem Christian zunächst qualifiziert, dann doch im Re-Start ausgeschieden war. Proteste gegen die zu spät angesetzten Starts wurden ebenso leicht abgewiesen, wie gegen fehlerhafte Auslosungen und zeitlich zu knapp angesetzte Starts, so dass sich jetzt die Berufungskommission des Deutschen Seglerverbandes mit dem nachmittag auf Norderney beschäftigen wird...

Klaus und Christian belegten Plätze 7 und 10 overall und retteten somit auch Platz 3 in der Teamwertung, nachdem Chris nach dem Slalomdebakel auf Platz 30 abrutschte. Immerhin hatte das späte Eventende und die deshalb verpassten Fähre zur Folge, das der Sonntag abend relativ entspannt im Team ausklang, bevor es am Montag vormittag dann auf den Heimweg ging.

Nächster Stop für Christian Opitz ist Dranske auf Rügen, während Klaus und Chris etwas exotischer unterwegs sein werden... mehr hier in Kürze!

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by Chris Hafer
GER - 99