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Deutscher Windsurf Cup Steinhude, 01.-03.05.2009

So begann der erste Regattatag mit schön ausschlafen, entspannt bei Flaute zum Skippersmeeting, die erforderlichen Info´s abholen um dann anschließend locker mit den Team-Kollegen frühstücken und über die vergangenen Erlebnisse zu Quatschen. Bei bestem Wetter folgte eine Startverschiebung der anderen, nur der Wind wollte einfach nicht kommen. So hat man genügend Zeit sich mit den anderen Regattafahrern zu unterhalten um sich über die neusten Informationen und Trends aus der Surfbranche zu informieren. Einige von uns zog es dann gegen Mittag aufs Rennrad und machten eine schnelle Runde um das Steinhudermeer.

Um 17:30 wurde dann AP über Alpha gesetzt, keine Aussicht auf Wind für diesen Tag, Feierabend. Alle Fahrer wurden mit Begleitung zu einem Fahreressen inkl. Getränke auf der Badeinsel eingeladen. Mit Blick auf das Steinhudermeer konnte man gemeinsam einen traumhaften Sonnenuntergang und das Farbenspiel auf dem Wasser beobachten.

Neuer Morgen neues Glück. Wie am Tage zuvor war beim Skippersmeeting sehr wenig Wind, also erneut Startverschiebung. Das Bayerteam setzte kurzfristig ein Minigolf-Teamturnier an. Favorit war Chris Opitz. Gut ausgebildet war das eindeutig sein Ding. Schon bei den ersten Schlägen konnte man das Potential von Chris deutlich erkennen. Beim 6. Loch musste Chris Hafer schon etwas abreissen lassen, zwischen Chris Opitz und Klaus Sausen gab es aber noch ein Kopf an Kopf Rennen. Am siebten Loch hatte Klaus mit sechs Schlägen auch (s)ein kleines Hängerchen, so dass Chris mit vier Schlägen Vorsprung die Halbzeit (das 9. Loch) erreichte.

Keiner gab auf und so wurde die Jagt auf Chris auch auf eine Gedulds- und Konzentrationsprobe gestellt. Erschwerende Randbedingungen wie z.B. zunehmender Wind und umschlagende knallende Segel von immer mehr Surfern, die aufs Wasser gingen, zerrten an der Konzentration aller Beteiligten. So kam es wie es sein musste. Die Routine und Ausgeglichenheit des alten Mannes kam jetzt zum Zuge. Von Loch zu Loch kämpfte sich Klaus an Chris heran und beim vorletzten Loch stand der Sieger schon fest. Klaus hatte sich einen Vorsprung von 8 Schlägen herausgespielt und schloss das Bayer-Teamturnier mit 6 Schlägen Vorsprung vor Chris Opitz und Chris Hafer ab. ;-))

Einige Surfer pumpten sich inzwischen bei 6-8 Knoten mit ihren 12m² Segel ins Gleiten. Um Rennen zu starten war der Wind jedoch noch zu schwach und nicht konstant genug. Man hoffte weiter und setzte eine Fahrerbesprechung an. Kurzentschlossen ging ich auch aufs Wasser um auch mein Material zu testen. Von dem vielen Anpumpen musste ich, trotz Shorty, viel viel schwitzen bis es endlich mal für 200 Meter Gleitfahrt reichte. Deutlich zu wenig Wind für Wettfahrten. So endete auch dieser Tag ohne Rennen, erneut mit einem sehr schönen Sonnenuntergang und den Lichtspielen auf dem spiegelglatten Steinhudermeer.

Am nächsten und letzten Wettkampftag war für 16:00 Wind vorhergesagt, so das extra die letzte Startmöglichkeit zeitlich nach hinten geschoben wurde. Doch am Morgen war alles wie gewohnt, kein Wind jedoch nicht mehr so ganz ruhig trotz Windstille. Einige begangen schon, vor dem Aufstehen (wie die Schwaben es zu sagen pflegen), ihr Material einzupacken. Auch mein Nachbar und Teamkollege Chris Hafer, musste unbedingt als Erster um gefühlte 07:30 mir den Schlaf rauben und sein Material mit lautem Getöse in seinem Bus verstauen. Unglaublich diese Jugend ;-).

Nach dem Aufstehen so um 11:30 fing ich dann auch mal mein Material an vom Materiallager zu holen, den es begann zu tröpfeln. Es zogen immer mehr Wolken auf und der Wind kam. Zunächst noch schwach, doch dann deutlich stärker so das die Boote raus fuhren und einen Kurs legten. Die meisten schauten noch ungläubig doch dann kam die Meldung 8-10 Knoten Wind auf der Bahn, Start "Rote Flagge" um 15:30. Ruck zuck wurde das Material wieder ausgepackt, aufgebaut und ab in den Neopren. Um 15:20 war ich auf dem Wasser, doch an einen Start wollte ich nicht glauben wollen. Zu wenig Wind. Doch dann zogen dunkle Wolken auf und die brachten sehr starken Wind. Für einen Start zu viel Wind und so warteten wir auf dem Wasser bis sich der Wind wieder etwas abschwächte. Um 15:40 ging es dann endlich los, der erste Start. Doch während der zweiten Runde ließ der Wind wieder so stark nach, dass die Regattaleitung das Rennen als Funrace deklarierte.

Auf Wind warten, war wieder angesagt und um 16:01 war dann der zweite Versuch. Diesmal klappte alles. Start war OK Wind war stark genug, wenn auch sehr böig und drehend, und das erste reguläre DWC-Rennen 2009 war durch. Gewonnen hat Bernd Flessner (GER-16) vor Vincent Langer (GER-122) und dem Lokalmatadore Helge Wilkens (GER-63). Bester im Bayer-Windsurfteam war Chris Opitz (GER-69) mit einem 7. Platz, gefolgt von Klaus Sausen (GER-35) und Chris Hafer (GER-99) mit den Plätzen 10 und 12.

Es folgte der Start zum zweiten Rennen. Auch hier konnte sich Bernd Flessner (GER-16) vor Vincent Langer (GER-122) und Thade Behrends (GER-94) durchsetzten.Beim Bayer-Windsurfteam führte Chris Opitz (GER-69) bis zur vorletzten Boje, genau vor seinen beiden Teamkollegen machte Chris jedoch einen sauberen Schleudersturz, der ihn 10 Plätze kostete aber bestimmt in einer anderen Disziplin volle Punktzahl gegeben hätte. Schade, das war nicht verdient. Ohne diesen Sturz wäre ihm der 7 Platz sicher gewesen und somit auch der Sieg im der Bayer-Windsurfteam.

Die Gesamtwertung gewann Bernd Flessner (GER-16) vor Vincent Langer (GER-122) und dem Lokalmatador Helge Wilkens (GER-63). Bester im Bayer-Windsurfteam wurde Klaus Sausen (GER-35) mit einem 10. Platz vor den beiden Punktgleichen Chris Opitz (GER-69) und Chris Hafer (GER-99) auf den Plätzen 12 und 13.Eine Teamwertung konnte zur Siegerehrung noch nicht berechnet werden (Probleme mit dem Regattaprogramm), aber so über den Daumen gepeilt müsste das Bayer-Windsurfteam Platz Zwei oder Drei belegen.

Die erste Regatta war ein voller Erfolg: Super Organisation durch den Surf-Club-Steinhudermeer und insbesondere durch Holger Kämmerer und Uwe Wunderlich, gute Verpflegung durch die Johanniter, super Stimmung im Fahrerlager und gelungener Auftakt als Messlatte wo man mit seiner sportlichen Leistung gerade steht.

So laßt uns weiter Trainieren und Spaß haben

Klaus Old Sausen GER-35