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43 Windsurfer fanden den Weg zum Schönberger Strand um beim letzten Tourstopp des Deutschen Windsurfcups in diesem Jahr die Sieger in den Disziplinen Slalom und Racing zu ermitteln. Nicht nur das Bayer-Windsurfteam in der Besetzung Chris Hafer, Klaus Sausen und Chris Opitz wollten die letzten Punkte für die Jahresrangliste ergattern. Die Windvorhersage versprach eigentlich gute Bedingungen, doch nach dem DWC in Boltenhagen wollte eigentlich keiner mehr so richtig auf die diversen Online Dienste vertrauen.

Der Freitagmorgen begann mit der Disziplin Racing, und diesmal stimmten sogar die Windprognosen mit der Realität überein. Pünktlich um 10.15 Uhr schoss der Regattaleiter Holger Lass die erste Wettfahrt an. Das erste Mal in dieser Saison wurden die Teilnehmer über einen Gate-Kurs geschickt, also mit einem Tor in Luv und einem in Lee, was größere taktische Möglichkeiten bietet. Der ablandige Wind machte es leider notwendig, den Kurs weit auf die Ostsee hinauszulegen. Dank der ca. 400m langen Seebrücke, konnten die zahlreichen Zuschauer das Renngeschehen live mitverfolgen. Die Rennen wurden dann auch zügig über den langen Kurs geschickt, nicht immer ganz einfach mit dem drehenden und auch in der Stärke variierenden Wind.

Nachdem die ersten drei Rennen schnell in der Wertung waren, ging es erst einmal zurück an Land, so dass die Fahrer eine Mittags- und Verpflegungspause eingelegen konnten. Klaus war bis dahin extrem konstant vorne mit dabei, eine ganze Reihe von 7ten Plätzen, bei mir schwankten die Ergebnisse und Chris legte mit Platz 11 im ersten Rennen gut vor, hatte dann aber weniger Glück in den anderen beiden Rennen. Als wir dann wieder auf dem Wasser waren, nahm der Wind so sehr ab, dass zwar noch zwei Startversuche unternommen wurden, aber der Wind leider für offizielle Rennen nicht ausreichte. Also hiess es Rennabbruch, und so fuhren die meisten Surfer in Verdrängerfahrt an Land. Da weiterer Wind für diesen Tag nicht gemeldet war, konnten Chris Hafer und ich dann den nächstgelegenen Golfclub in Angst und Schrecken versetzen, denke man wird sich dort noch lange an uns erinnern. Vielleicht wird auch unser Vorschlag überdacht, den Parkplatz aus der näheren Umgebung der Driving Range in sichere Gefilde zu verlegen. In Klaus weissem Partybus klang der Abend dann entspannt aus, nicht zuletzt mit der Planung der weiteren Saison...

Der Samstag begann noch windiger als der Freitag. Nach langen Überlegungen wurde entschieden, dass der Wind für offizielle Rennen in der Disziplin Slalom leider nicht ausreicht, also war die Disziplin Formula am Start. Die Windsurfer sollten bis 14.30 Uhr dann schon fünf weitere Kursrennen gefahren sein. Der extrem böige und drehende Wind machte die Taktik das ein oder andere Mal zum Glückspiel. Des einen Leid, des anderen Freud. Jeder Surfer machte die Erfahrung, dass er durch einen 30° Winddreher nach vorne oder nach hinten katapultiert wurde. Auch bei den Starts ging es aufgrund einer kurzen Startlinie familiär zu; ich fand mich irgendwann auch pünktlich zum Startschuss in einem großen Knäul und kurz darauf im Wasser wieder. Klaus blieb weiterhin konstant, Chris steigerte eine konstante Aufholjagd und fuhr jedes Rennen einen Platz weiter vor. Bei mir gab es wieder Licht und Schatten, mit Platz 5 als bestes Ergebnis des Tages. Insgesamt waren die 5 Rennen, jeweils 3 und 2 direkt hintereinander eine nicht ganz unsportliche Angelegenheit. Zum Glück aller reichte der Wind dann aber nicht mehr für weitere Rennen, so dass wir nicht erneut zum 9ten Kursrennen antreten mussten. Irgendwie fanden wir doch noch die Kraft, abends nach Kiel zu fahren, um dort mit dem alten Reisegefährten Flo auf alte Tage und die nächsten Touren anzustoßen. Angeblich soll der Abend dann noch länger geworden und irgendwann in den frühen Morgen übergegangen sein, aber nichts Genaues weiss man nicht....

Der Sonntag brachte keinen Wind und somit keine Veränderung in den Ergebnissen, dafür aber Zeit zum Einpacken und erholen. So endete der letzte Tourstopp mit Sonne, ein willkommener Kontrast nach den mehr als feuchten Tagen in Boltenhagen. Nur kurz vor Schluss sorgte leicht auffrischender Wind noch einmal für Hektik bei so manchem Fahrer, der schon am Vormittag sein Material verkauft hatte. Das Bayer-Windsurfteam beendete die Saison mit einem 3. Platz in der Teamwertung. Klaus belegte den 7., Chris Opitz den 9. und Chris Hafer den 15ten Platz. Die Regatta gewann Bernd Flessner von der Insel Norderney, vor Helge Wilkens aus Hannover und Vincent Langer aus Kiel. Für mich geht es jetzt direkt im Anschluss weiter nach Prerow zur Surfexkursion; aber die Saison fängt nach der letzten Regatta ja gerade erst an!

by
Chris Opitz, GER - 69