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Wir sollten also zum Dümmersee. Nur war das Problem der Schwaben, wo genau liegt der bislang von uns unbesurfte See? Aber als Alleskönner wissen auch die Schwaben sich zu helfen und ziehen einfach das Internet zu Rate. Aha, erst mal Richtung Osnabrück, dann rechts und gleich wieder nach Norden, vorsichtig navigieren und nur nicht vorbeirauschen, schon ist der Surfer am Ziel. Gestartet wurde im Schwabenländle bei unglaublich schwüler, nach Gewitter aussehender Wetterlage. Wegen der Vorhersage für die Regatta (nicht gerade viel Wind, eher Flaute) war zum ersten Mal bei Köln im Stau mein Hauptgedanke umdrehen, denn was soll ich überhaupt dort? Ein paar Mal wurde ich noch von diesem Gedanken ergriffen, teils durch die unsagbare Schwüle, teils durch die diversen Staus, aber dann, kurz nach Osnabrück besserte sich die Wetterlage ungemein.

Aller Vorhersagen zum Trotz ein kam super kühlender Rückenwind auf und am Austragungsort Hüde angekommen konnte von perfekten Slalombedingungen gesprochen werden. Doch ich war von der Fahrt geschafft, das Material musste noch ins Fahrerlager und irgendwie war die Nacht im Anmarsch. Andere Teilnehmer, die aus dem Norden anreisten vergnügten sich währenddessen auf dem See und lernten die Untiefen näher kennen, die uns anderen Teilnehmern noch im Laufe des morgigen Skippersmeeting vorgestellt wurden.

Teamkollege Chris Opitz war bereits kurz vor mir angekommen und half beim Abladen. Kaum waren wir damit fertig parkte nach entspannter und ungewöhnlich kurzer Anreise auch schon Chris Hafer seinen Bus am Materiallager und schnell wurde auch dieser gemeinsam ausgeräumt. Alle hatten Hunger und Durst, Bedürfnisse, die man in der idyllisch am See gelegenen Restauration schnell stillen konnte. Unser nordischer Teamkollege Yannick war verletzungsbedingt nicht am Start. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung!

Am Freitag war das Skippersmeeting auf 10 Uhr angesetzt und entgegen aller Vorsagen immer noch Wind genug für Racing, mit Start um 10.30 Uhr. Gewonnen hat Race 1 Vincent Langer vor Bernd Flessner, ich konnte einen 5. Platz belegen, C. Opitz wurde Siebter und C. Hafer 10.. Leider musste Vincent nach diesem Rennen wegen eines alten Rückenleidens aufgeben, auch ihm von hier aus Gute Besserung! Es ging Back to Back weiter, mit Start für Rennen 2 sofort im Anschluss.

In Rennen 2 gab es dann die Sensation. Unser sonstiger "Teamstreicher" Chris Hafer fährt auf Platz 3. Als alter Segler sah er die revierbedingten Winddreher sofort und reagierte umgehend mit seinen Manövern und verblüffte auch mit seiner Geschwindigkeit, auch Chris Opitz konnte einen guten vierten Platz verbuchen. Für mich reichte es leider nach einer unruhigen Fahrt noch auf Platz neun. Nach der Mittagspause frischte der Wind nun auf. Der Regattaleiter Holger Lass wartete kurz ab, bevor um 13.30 Racing 3 gestartet wurde. Erwartungsgemäß führte Bernd Flessner. Chris Opitz ist unter den Top 5. Am Ende des 3. Rennen belegt das Windsurfteam folgende Plätze: Opitz 4, Sausen 8, Hafer 13.

Der Wind frischte weiter auf, Disziplinwechsel zu Slalom wurde angesagt. Leider ist es eine Gewitterfront und so heißt es erst einmal abwarten. Danach war der Wind für den Rest des Regattatages nicht mehr konstant genug um ein reguläres Rennen zu starten, Das Windsurfteam belegte am Ende des ersten Tages ganz respektable Plätze, alle unter den Top 10 (Chris Opitz 4, Klaus Sausen 7, Chris Hafer 8). Schade nur für Herrn Opitz senior, der seinen Sohne Chris begleitet hatte, denn am Donnerstag Abend hatte er angekündigt, dass er eine Runde Schnitzel in der Rohrdommel ausgibt, wenn das komplette Team in den Top Ten ist. Danke Udo, schade das er jetzt mit seinen Wetten vorsichtiger geworden ist ;-) !

Tag Zwei begann mit sehr durchwachsenem Wetter. Wolken wechselten sich mit Regen und Sonnenschein im Minutentakt. Auch die Windbedingungen waren nicht wirklich besser, weshalb Racing Nr. 4 auch bald abgebrochen wurde. In der Zwischenzeit durfte die Regattacrew ihre legendäre Schlüpferregatta fahren. Sehr zum Interesse der weiblichen Zuschauer, denn wieder ist die Frage: Halten die Modelle auch das was der Hersteller verspricht, sind die Teilchen auch noch im nassen Zustand Form- und Farbstabil? Leider kann ich nicht sagen ob es am Können des Gewinners lag, oder an seinem Designerteilchen, auf jedem Fall herzlichen Glückwunsch Schelle, denn Tags zuvor wurden die Schlüpfer der Konkurrenz mit Sprüchen wie Billigteil usw. herunterwertet.

Nach der Mittagspause hatte sich die Windlage für reguläre Rennen gebessert, das vierte Rennen sollte gestartet werden. Chris Opitz liegt auf dem 3.Platz, auch ich bin kurz dahinter, mit Chris Hafer schon wieder im Heckwasser; doch leider folgte ein Rennabruch. Der Wind ist an der Luvtonne unter dem Limit. Da der Wind gleich wieder zunimmt, bleiben die Fahrer auf dem Wasser, der Kurs wird etwas verlegt. Nach ca. 15 Minuten folgt jedoch wieder unstabiler Wind. Die Fahrer werden an Land geschickt, es heisst abwarten. Eine Stunde später folgt ein erneuter Startversuch, doch bereits auf dem ersten Schlag kommt erneut Rennabbruch. Wieder einmal ist der Wind unter dem Limit. Eine halbe Stunde später erneuter Versuch, doch diesmal fiel der Wind bereits in der Startphase unter das Limit von 7 Knoten. Also heisst es wieder; alle wieder an Land, Startverschiebung. Leider war der Wind weiter nicht auf der Seite der Surfer, so wurde dann um 18.00 Uhr AP über Alpha gesetzt. Für Samstag also keine Rennen.

Für Sonntag sahen die Windvorhersagen ziemlich lasch aus, Na ja, bis jetzt hatten sie auch nicht so hundertprozentig zugetroffen. Am letzten Tag der Veranstaltung wurden wir zum Skippersmeeting von einem stabilen Wind begrüßt, der auf einem Super-Surf-Tag schließen ließ. 10-15 Knoten, also Race 4 konnte umgehend gestartet werden. Race 4 gewann wie gewohnt mit einem Start-Ziel-Sieg Bernd Flessner, ich konnte mir den vierten Platz sichern, Chris Hafer glänzte mit einem sechsten Platz und Chris Opitz wurde 7. Der Wind nahm weiter zu, so entschied sich die Regattaleitung die Disziplin zu wechseln, auf Slalom. In der ersten Slalomauslosung war das komplette Windsurfteam in einem Heat und nur die ersten drei kamen ins Finale, also hieß anstrengen. Leider reichte es am Ende nur für mich und Chris Opitz ins Finale, in dem Chris den 3. und ich den 7. Platz belegen konnten. Chris Hafer belegte im B-Finale den 2. Platz und wurde 14.

Der Wind war für eine 2. Slalomelemination gut genug und nach einer neuen Auslosung wurde diese gestartet. Diesmal waren Chris und Chris in Heat 1 ich in Heat 2. Alle kamen wir ins Finale, leider hatte ich im Finale etwas Pech und wurde von einem Gegner berührt, konnte aber noch einen 8. Platz belegen, C. Opitz platzierte sich auf dem 4. Rang und C. Hafer Platz 6. Zeit zum Mittagessen, das wir in dem Restaurant Rohrdommel bekamen. Weil Sonntag war gab es ein leckeres Schnitzel mit Pommes und Gemüse. Vielen Dank an die Rohrdommel und deren Team für die gute Verpflegung. Nach der Mittagspause war der Wind noch konstant genug um einen dritten Slalom zu starten und hatte sogar etwas zugelegt. Diesmal war Chris Hafer in Heat 2, Chris Opitz in Heat 3 und ich in Heat 4. Chris Hafer konnte als Zweiter in seinem Heat das Finale erreichen, Leider wollte Chris Opitz ganz schnell sein und verursachte in seinem Heat einen Frühstart, aber egal, es war der 3. Slalom und das schlechteste Ergebnis kann gestrichen werden, wahrscheinlich haben dies seine Gegner an Land nicht berücksichtigt, denn sonst hätten diese mit ihrem Spott etwas zurückgehalten, es kann ja jeden erwischen. Ich belegte in Heat 4 einen 3.Platz nach B. Flessner und Helge Wilkens und erreichte auch das A-Finale.

Im Finale gewann wie gewohnt der Dominator Bernd Flessner vor Helge Wilkens. Ich sicherte mir Platz 7, den ich auch gesamt im Slalom belegte. Chris Hafer wurde 11. Nach diesem Slalom wurde AP über Alpha gesetzt, die Regatta war vorüber. Im Slalom belegte das Windsurfteam folgende Plätze: Chris Opitz Platz 5, ich Platz 7 und Chris Hafer Platz 10. Auch in der Gesamtwertung konnte das Windsurfteam ein gutes Ergebnis erzielen. Chris Opitz belegte Rang 4, ich Platz 7 und Chris Hafer sein bestes Saisonergebnis, Platz 8. Als Team belegten wir den 2. Platz. Gesamt könnte man sagen dies war ein gelungenes Regattadebüt am Dümmer, wir freuen uns auf die nächste Regatta dort!

by
Klaus Sausen, GER - 35