G-99   G-0 Windsurfteam.de
             
 

Bereits bei der Abreise in Steinhude war bei den meisten Fahrern relative Skepsis ausgebrochen. Denn es konnte sich niemand erinnern, jemals eine so traurige Windvorhersage gesehen zu haben. Und diese wurde in den 2 tagen bis zur Regatta auf der Sonneninsel eher noch schlechter, als besser. Während Klaus direkt von Steinhude aus, der Flaute folgend, in den Norden gefahren war, hatte ich es nach 2 Tagen Schule von Kiel aus nicht ganz so weit und konnte daher relativ entspannt und frühzeitig am Wulfener Hals eintreffen. Dort war bereits ein wohlgeordnetes Chaos ausgebrochen, denn nicht nur der DWC Troß sondern auch fast sämtliche Hersteller der Surfindustrie waren angereist um ihre Produkte zu präsentieren.


Chris & Chris schafften es entgegen aller apokalyptischen Stauvorhersagen durch geschickte Navigation (laut ihres Navis via Brigthon/ England) auch rechtzeitig zum Skippersmeeting am 1. Mai. Der Wind schwächelte erwartungsgemäß, dennoch schickte Holger Lass die Fahrer zum ersten Mal in dieser Saison aufs Wasser. Aufgrund der unkonstanten Windverhältnisse wurde jedoch erst einmal kein reguläres Rennen gestartet, sonder ein Funrace. In dem liefen wir alle relativ eng nacheinander an der Luvtonne ein, allerdings war bei mir dort die Fahrt beendet, da mein Mast den Dienst quittierte. Chris Hafer betätigte sich als Abschleppdienst für mich Schiffbrüchigen, verpasste deshalb allerdings den rechtzeitigen Start zum ersten regulären Rennen und kam mit 4 Minuten Verspätung beim Start auf Rang 24.


Raketenklaus, der bereits das zunächst für mich schicksalhafte Funrace gewonnen hatte, zeigte auch im echten Rennen sein ihm als Schwaben angeborenes Leichtwindpotential und fuhr auf Platz 3 und freute sich ab diesem Zeitpunkt über die traurigen Windvorhersagen, vermutlich genauso wie der 2t platzierte Jo Schade und Bernd Flessner auf Rang 1. Dem 2ten Rennen ging es wie meinem Mast, es wurde abgebrochen, und das war es eigentlich auch schon mit dem Bericht über die Regatta. Wäre da nicht noch das ein oder andere Erwähnswerte gewesen. Denn angesichts der Windprognose mussten neue Betätigungsfelder gesucht werden. Klaus blieb zunächst bei der ihm vertrauten Flugschau mit seinem ferngelenkten Helikopter, musste allerdings auf einige unbemannte Flugobjekte achten. Das waren die Golfbälle, die Chris & Chris unkontrolliert in die Stratosphäre jagten, bis ich zum Wohle der Anwohner und des örtlichen Golfkurses versuchte, das ganze in halbwegs regelgerechte Formen zu bringen und Unglücke zu verhindern.


Chris Opitz zeigte dann beim Kickerturnier, dass mehr als ein surftechnischer 13ter Platz in ihm steckt; zusammen mit Freestyle Fahrer Chris Oeser - warum er eigentlich angereist war weiß bis heute keiner - unterlag er erst im Finale unglücklich und blieb damit erster Verlierer auf Platz 2. Das mag vielleicht auch daran gelegen haben, das er in der Nacht zuvor ziemlich steil ging. Das Surffestival Fehmarn ist auch bekannt und berüchtigt für seine Parties, und so sorgte Chris Opitz nach einem gemütlichen Grillabend zunächst als Security im Shuttlebus für Ordnung unter der pöbelnden örtlichen Jugend auf der Fahrt ins Piratenland, der örtlichen Disko. Dort gab er dann alles, und passte sich der Dekoration an, a la Jack Sparrow enterte er schließlich das Piratenschiff...und über den Rest des Abends decken wir den Mantel des Schweigens, zumindest solange Chris regelmäßig auf unser Konto überweist....


Wobei Chris Opitz eigentlich in Erwägung zieht, am Wulfener Hals sesshaft zu werden; angesichts des Golfplatzes und dem Kinderspielplatz incl Trampolin und Reckstange störte eigentlich nur der Berg an Surfmaterial das wir mitgeschleppt hatten; und das wir am Sonntag nach der Siegerehrung wieder einpackten, mit der Hoffnung auf mehr Wind auf Norderney am kommenden Pfingstwochenende.


by
Yannick, GER - 180