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Der letzte Tourstopp des Deutschen Windsurfcups 2007 war das idyllische Ostseebad Boltenhagen. Freitagmorgen, pünktlich um 10.00 Uhr Ortszeit, begrüßte der Regattaleiter Holger Lass die 39 Sportler zum Skippersmeeting. Den Teilnehmern wurde nicht nur in den Disziplinen Racing und Slalom die Möglichkeit gegeben, die letzten wichtigen, vielleicht entscheidenden, Ranglistenpunkte für die aktuelle Jahresrangliste zu sammeln. Überraschenderweise und zur Verwunderung aller wurde sogar die Standby-Disziplin Wave-Freestyle für das Augustwochenende angesetzt, denn die einschlägigen Wetterberichte versprachen ja 16-stürmige Knoten, schräg-ablandigen Wind, für Sonntagnachmittag. Noch erstaunlicher fanden wir (Chris Hafer, Chris Opitz, Denis Standhardt und Klaus Sausen) es, dass sich der ein oder andere Freestyler aus München auf dem Weg ins Ostseebad gemacht hatte und sich nach Boltenhagen veriirte. Glücklicherweise entschädigte in einem für alle zufriedenstellenden Maße das grandiose Sommerwetter für die langen Anreisen und für das lange Warten auf Wind.
 

 
 

 
Freitagmittag wurde für die zahlreichen Zuschauer ein Funrace gestartet. Knapp zwanzig Windsurfer pumpten sich in unmittelbarer Nähe zur 300m langen Seebrücke über den Halbwindkurs. Das Funrace konnte Chris Opitz, nach einer von Verletzungen geplagten Saison, vor Vincent Langer und Fabian Mattes gewinnen. Kurz nach 17 Uhr signalisierte die Flaggenkombination „AP über Alpha“ das keine Wettfahrten an diesen Tag mehr stattfinden würden. I
 

 
 

 
Das Abendprogramm umfasste leckeres Eisessen, gemütliches Beisammensitzen und die Flugshow von Klaus und Mozi. Die beiden (Bruch-)piloten ließen es sich nicht nehmen ihre Fingerfertigkeiten unter Beweis zu stellen. Es dauerte auch nicht lange bis der erste Modellflieger eine Begegnung der dritten Art mit einem Laubbaum machte. Tragischer war der Propellerbruch von Mozis Flieger… Weniger wohl der Materialschaden, mehr aber die tiefe Schnittwunde in seinem Finger, die zum schmerzhaften Bruch des Propellers führte. Dieser Tag sollte für Mozi noch nicht zu Ende sein. Die Schmerzen an seinem Finger waren schnell vergessen, als er im Dunkeln in seinen Flip Flops laufend, mehr oder weniger mit seinem Großzeh versuchte einen 300 kg Felsklotz zu bewegen. Der Felsklotz erwies sich aber in vielfältiger Weise härter als unser Pechvogel des Tages.
 

 
 

 
Der Samstagmorgen begann mit drei Kursrennen, bei ablandigen und böigem Wind, der für sportliche Bedingungen sorgte. Direkt im ersten Kursrennen kollidierte der vorderste Steuerboardstarter Fabian Mattes mit Helmut Mannbarth, der sich dann auch kurze Zeit später im Krankenhaus wiederfand und an der Hand genäht werden musste. 2 weitere Rennen folgten Back to Back, also direkt hintereinander. Nach einer kurzen Mittagspause konnte bei zunehmenden Wind ein weiteres Kursrennen durchgeführt. Weitere Startversuche wurden auf Grund des nachlassenden Windes abgebrochen. Nach dem ersten Regattatag belegte Klaus als bester Gaastra-Fahrer den vierten Platz, Denis den sechsten, Chris Opitz, den siebten und Chris Hafer den 16ten Platz.
 

 
 

 
Am Sonntag wurden zwei weitere Kursrennen durchgeführt werden. Chris Hafer fuhr gleich zweimal in die Top 10, Klaus bestätigte und verteidigte seinen vierten Gesamtplatz mit einem hervorragenden dritten und sechsten Platz. Chris Opitz fand mit einem zweiten und vierten Platz zu seiner Form zurück., wurde aber leider durch einen Protest zurückgeworfen. Denis Standhardt erreichte einmal als siebter und einmal als 16ter das Ziel, nachdem er sich auf dem letzten Vorwindgang spektakulär in einer Gischtwolke überschlagen hatte.
 

 
 

 
Die Regattaleitung entschied bei stark zunehmenden Wind die Disziplin zu wechseln. Die Freestyler freuten sich zunächst, da es so schien, als ob sie auch noch auf ihre Kosten kommen sollten. Die Verwunderung konnte man förmlich spüren, als der Regattaleiter Holger Lass die Disziplin Slalom startete. Chris Hafer schoss mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit bei (fast) Nullsekunden über die Startlinie. Er sollte nicht der letzte Windsurfer gewesen sein, der an diesem Wochenende erfuhr, wie nah der perfekte Start und ein Frühstart tatsächlich auseinander lagen. Chris Opitz und Denis qualifizierten sich für das A-Finale, Klaus für das B-Finale. Im weiteren Verlauf handelten sich Denis und Klaus einen Frühstart in ihren Finalheats ein. In der zweiten Slalom-Elimination qualifizierte sich das komplette Bayer-Team für das A-Finale. Denis belegte den zweiten, Chris Opitz den 11ten, Klaus den 12ten und Chris Hafer den 16ten Platz. Im Laufe des Tages sollte aber auch noch Dennis Müller einen Abstecher ins Krankenhaus machen. Im B-Finale brach dem kleinen Müller der Mast, er stürzte und ließ dem Verfolger Jörg Volenec keine Zeit zum Ausweichen, so dass er mit Gipshand wieder am Strand erschient. Eine gute und schnelle Genesung wünschen wir von dieser Stelle.
 

 
 

 
Dies war der letzte offizielle Tourstopp des Deutschen Windsurfcup in der Saison 2007. Im Herbst folgt noch ein Wave-/Freestyle-Standby-Contest. Platz 3 in der Teamwertung, und Overall Denis auf 4 (6 Racing / 5 Slalom); Christian Opitz auf 7 (7 / 9); Klaus auf Platz 11 ( 4 / 19) und Chris Hafer auf 19 (16 / 24). Auch wenn die Regatten jetzt vorbei sind, für uns steht in dieser Saison noch einiges auf dem Programm, mehr davon in Kürze hier!
 

 
 

 

by Chris (GER-69)