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Genau 49 deutsche und ein polnischer Windsurfer fanden den Weg zum Steinhuder Meer um bei der ersten Regatta in 2007er Saison des Deutschen Windsurfcups wichtige Ranglistenpunkte in den Disziplinen Racing und Slalom zu ergattern. Während Klaus aus beruflichen Gründen die Teilnahme in Steinhude kurzfristig absagen musste, beschäftigte sich mein Physiotherapeut mit der optimalen Genesung meines Bänderrisses in der rechten Schulter, den ich mir unglücklicherweise bei einem Skiunfall durch Fremdverschulden zugezogen hatte. So reisten wir (Chris, Denis und ich) ohne unseren Master Klaus zur Auftaktveranstaltung des Deutschen Windsurfcups zum Steinhuder Meer.
 

 
 

 
Die Meteorologen waren sich schon früh einig über die Wetterprognose für das frühe "Sommerwochenende" an einem der größten Seen Deutschlands unmittelbar bei Hannover. Sonne pur an allen vier Veranstaltungstagen mit schwachen bis mäßigen Winden waren super Voraussetzungen für spannende Wettkampftage, zufriedene Zuschauer und aktive Wassersportler.
 

 
 

 
Allerdings war der Großteil der Windsurfer nicht ungedingt traurig, dass am ersten Veranstaltungstag der Wind auf sich warten ließ. So konnte die Zeit effektiv genutzt werden um das neue Windsurfequipment optimal einzustellen. Auch ich nutzte die Gelegenheit bei 2 Knoten Wind zu testen ob mein Material schwimmt, da ich auf Grund meines Bänderrisses nicht mit Denis und Klaus bei der Saisonvorbereitung in Rosas (Spanien) mittrainieren konnte und mir das Wassertraining und die Materialeinstellung noch fehlt.
Nachdem die Regattaleitung um 18.30 Uhr die Startbereitschaft auf den nächsten Tag verschoben hatte, setzte pünktlich um 18.36 Uhr ein frischer Wind ein. Die zahlreichen Zuschauer konnten dann noch die private Show der Slalom- und Freestylesurfer bestaunen.
 

 
 

 
Der Sonntagmorgen begann mit nur 7°C und einem kräftigem, aber leicht nachlassenden Ostwind. Die Regattaleitung um Holger Lass war sich der anspruchsvollen Aufgabe bewusst zwischen den Disziplinen Slalom und Racing die für den Wind passende auszuwählen. Die Entscheidung viel trotz Erstaunen einiger Sportler auf die taktisch anspruchsvolle Racingdisziplin. Schnell stellte sich heraus, dass diese Entscheidung bei dem böigen Wind die richtige war und zügig zwei Kursrennen ausgetragen werden konnten.
 

 
 

 
Die 50 Regattateilnehmer verhielten sich bei dem ersten Saisonstart sehr diszipliniert. Das Feld verteilte sich automatisch an der 500m langen Startlinie, niemand startete zu früh und niemand brachte einen benachbarten Windsurfer in Bedrängnis... zumindest am Start. Schnell wurde uns klar, dass Bernd Flessner von der Nordseeinsel Norderney nahtlos an seine überragende Form des vorherigen Jahres anknüpft. Bernd siegte nicht nur im ersten Lauf mit einem gigantischen Vorsprung.
 

 
 

 
Dank der kompetenten Moderation durch Uwe Wunderlich wurden die Wassersportbegeisterten Zuschauer schnell und fachgerecht mit Neuigkeiten über die aktuellen Renngeschehnisse auf der Regattabahn informiert. Denis konnte einen dritten Platz, Chris einen 14ten Platz und ich einen vierten Platz einfahren.
Nach zwei Wettfahrten kehrten wir zurück an Land und freuten uns über die vorbildliche Verpflegung. Super wäre es, wenn dieser hohe Cateringstandard auch auf den kommenden Regatten gehalten werden könnte.
 

 
 

 
Nach der Pause gab es zwei weitereWettfahrten back-to-back. Für Diskussionsbedarf sorgte die letzte Wettfahrt, die bei schwankenden Windbedingungen ausgetragen wurde. Auch die einschlägigen Meinungen gingen sehr weit auseinander, sei es in der Frage, ob die Bedingungen gerecht waren oder in wieweit es Glück, Pech oder doch Können einzelner Fahrer war bestimmte Platzierungen in diesem Rennen zu erreichen. Ein Topfahrer erklärte ausführlich, dass wir bei diesen Windbedingungen anstelle offizieller Rennen auch "Lottoscheine an Land ausfüllen könnten".
 

 
 

 
 

 
Auch der Montag brachte wieder 2 Kursrennen, ebenfalls bei sehr stark drehendem und böigen Wind, der taktisch mehr als anspruchsvoll war und für einige Verschiebungen im Gesamtklassement sorgte. Allerdings spielte das Wetter wieder mit und sorgte für strahlend blauen Himmel über dem Moorsee.
 

 
 

 
 

 
Der Montagabend bzw. der Nacht in den ersten Mai, klang bei dem großen gemeinsamen Barbecue á la Jörg Volenec und Holger Kämmerer in gemütlicher Runde aus. Dieses große Essen wurde im Rahmen der German Funboard Masters von Jörg und Holger gestiftet. Alle Fahrer und Regattacrewmitglieder versammelten sich am idyllischen Grillplatz direkt an der Minigolfanlage und verspeisten Hähnchen-, Schweinefleisch, Bratwürste und als Beilage Sauerkraut, Knoblauchbrot und tranken Unmengen Bier. Vielen Dank für dieses schöne Ereignis, dass nicht nur Hunger und Durst stillte, sondern auch mal (fast) alle Teilnehmer in einer überraschend positiven Atmosphäre vereinte.
 

 
 

 
Am Dienstag konnte noch eine Wettfahrt ausgetragen werden, so dass wir bei sieben Wettfahrten die schlechtesten zwei streichen können. Am Dienstagnachmittag endete gegen 15 Uhr die Startbereitschaft und Holger Lass beendete die Regatta mit sieben offiziellen Wettfahrten. Denis belegte den 4ten, Chris den 15ten und ich den 8ten Platz. In der Teamwertung sicherten wir uns hinter Team No. 1 und Team XXX den dritten Platz. Ein schönes Sommerwochenende ging zu Ende und der DWC-Tross trifft sich in drei Wochen auf der Ostseeinsel Rügen.

by Christian (GER-69)