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Deutsche Meisterschaft Sylt, 26.-30.07.2006

 

 
1. Tag Mit eher gemischten Gefühlen reisten die meisten der insgesamt 50 qualifizierten Teilnehmer aufgrund des anhaltenden Sommerwetters nach Sylt, zum Teil direkt nach 3 Tagen Flaute am Steinhuder Meer. Insbesondere den auf stärkeren Wind angewiesenen Teilnehmern der Disziplin Wave/Freestyle kann angesichts der Windvorhersagen fast grenzenloser Optismismus bescheinigt werden, oder war es eher Fatalismus? Vielleicht aber auch die Aussicht auf 5 fast stressfreie Tage vor Westerland, das sich beinahe karibisch präsentierte.
 
 

 
Entsprechend voll waren sowohl die Promenade als auch der Strand soweit das Auge reichte, für genügend Ablenkung war also in jeder Hinsicht gesorgt. Während Klaus und Christian direkt von Steinhude auf die Insel übergesetzt und in urdeutscher Manier die besten Plätze am Strand gesichert sowie die Liegestühle aufgebaut hatten, konnten Denis und Chris entspannt am Mittwoch morgen ihr Material vorbereiten, und sich dann auf den vermeintlich 7 Tag Flaute beim DWC in Folge nach Warnemünde und Steinhude einrichten. Einige Fahrer zeigten inzwischen auch deutliche Steigerungen in sportlicher Sicht, zumindest beim Kickern, Boulen oder Volleyball spielen.
 
 

 
Allerdings nahm der Wind gegen Abend zum Erstaunen vieler Fahrer doch zu und die Regattaleitung reagierte prompt und legte einen Kurs direkt vor der Strandpromenade aus, mit der Luvtonne knapp hinter dem Horizont durchaus sportlich. Vielleicht lag es am langen Warten, vielleicht auch an dem hohen Ranglistenfaktor der Deutschen Meisterschaft, dass die Fahrer ziemlich risikoreich starteten, manchmal etwas zu risikoreich, wie Chris, der beim Frühstart zunächst die Startboje persönlich kennenlernte und dann mittels dem dort befindlichen Motorboot der Regattacrew eine leichte Umgestaltung seines Boards vornahm. Immerhin blieb so für Chris genügend Zeit, das Board wieder fahrtauglich zu machen und nebenher das Rennen der anderen zu verfolgen. Die verbliebenen Teammitglieder liefen auf den Platzierungen 5 (Denis), 6 (Klaus) und 8 (Christian) beinahe im Formationflug ein.
 

 
Für das 2te Rennen des Tages wurde der Kurs etwas verkürzt, die Luvtonne war also wieder in Sichtweite, zumal auch der Wind am eher unteren Limit pendelte. Chris durfte wieder mitspielen und kam auf Rang 15, während die Teamkollegen mit den Plätzen zwischen 11 und 7 an ihre Leistungen aus dem Auftaktrennen anknüpfen konnten. Auf der Strandpromenade wurde bereits die After Race Party eingeleitet, als die Fahrer im beginnenden Sonnenuntergang für 2 weitere Rennen aufs Wasser durften. Denis konnte zum ersten Mal bei dieser Regatta aufgrund Mastbruches die Hilfe des Motorbootes in Anspruch nehmen, anscheinend freundete er sich dabei mit der Crew des Motobootes an, da er - soviel sei vorweggenommen - noch häufiger deren Shuttledienst zum Ufer in Anspruch nehmen sollte.
 
 

 
So war das Fazit des ersten Tages im Team auch eher durchwachsen, da Chris auf Platz 22 liegend nicht unbedingt von einem glänzenden Start in die Regatta sprechen konnte, Denis bereits überlegte ob er Masten nachordern sollte und auch seine Segel ein neues Design aufwiesen. Christian und Klaus waren dagegen bei extremem Leichtwind gut vorne dabei. Da auf Sylt das Partyprogramm auf der Promenade aus Lärmschutzgründen bereits gegen 22:00 Uhr beendet wurde, also zu einer Zeit, wo einige Fahrer noch ihr Material verstauten, blieb genug Zeit, die laue Sommernacht zu geniessen, mit der Aussicht auf einen Vormittag.
 
 

 
Denn am Donnerstag hielt sich der Wind an die Prognosen, und so blieb das inzwischen vertraute Strandprogramm mit allen Extras, nicht unbedingt ganz schrecklich, aber schliesslich war man zum surfen hergekommen. Danach sah es aber tagsüber keineswegs aus, aber, wie sollte es anders sein, pünktlich zum Start der After Race Party schickte Regattaleiter Holger Lass die Fahrer wieder aufs Wasser für Rennen Nummer 5 in der untergehenden Sonne. Böse Zungen mutmassten, man wollte so Engpässe am Caipirinha Stand oder im Partyzelt bei der Liveband vermeiden. Auch Rennen 5 definierte den Begriff Leichtwindrennen ganz neu, teilweise trieben die Fahrer über den Parcour, immerhin Denis als 3ter. Als dann noch ein 6tes Rennen gestartet wurde, hatte der Wind seinen Dienst beinahe völlig eingestellt und die starke Strömung sorgte dann für einen ausgiebigen Strandspaziergang der Fahrer, da ein Aufkreuzen zurück zum Fahrerlager nicht mehr möglich war. Angeblich soll die Liveband ganz gut gewesen sein, so berichtete man uns jedenfalls...
 
 

 
Der Freitag begann, wie der Donnerstag geendet hatte, mit lustigem Treiben über die Nordsee, vereinzelten Windstreifen und einem anullierten Rennen am Vormittag. Nachdem der Wind dann um 180 Grad gedreht hatte, wurde Rennen 6 zum xten Male gestartet, um gleich wieder wegen Frühstartern abgebrochen zu werden. Beinahe die gesamten Topfahrer durften dann den Heimweg antreten, unter ihnen auch Bernd Flessner, Helge Wilkens und Andy Laufer, der nach einem Jahr Abwesenheit von der Regattaszene Image gerecht mit Jaguar samt Dachträgern auf der Promenade vorfuhr, um allerdings beim Surfen mit Handschuhen fette Abzüge in der Stilnote erhielt. Denis war während des Frühstarts Mast Nummer 2 gebrochen, aber inzwischen ähnelte das Abbergen und Mastwechseln gut eingeübten Boxenstopps, und so war er pünktlich zum Neustart wieder an der Linie.
 
 

 
Dieses Rennen gewann Denis, gefolgt von Klaus auf 3, Christian auf 4 und Chris mit aufsteigender Tendenz auf 13. Rennen 7 folgte umgehend, allerdings wieder am äußersten unteren Windlimit. Christian zollte seiner Erkältung mit Fieber Tribut und stieg aus, Denis und Klaus auf den Plätzen 6 und 7 und Chris auf 16 lautete somit das Tagesergebnis gegen 18:00 Uhr. Immerhin blieb nach eintretender Windstille so ein quasi freier Nachmittag für die Fahrer im Vergleich zu den Vortagen. Zeit, um das Top Catering der Veranstalter, insbesondere die Verpflegung am Gosch Stand mit Sylter Spezialitäten zu geniessen. An dieser Stelle ein Lob und Dank an die Eventsponsoren und -Organisatoren, dem sich wohl auch die über 100.000 Zuschauer während des Events anschliessen dürften.
 

 
Nachdem am Freitag auch die Gewinner des G-SHOCK Gewinnspiels in der Sportbild, Irene und Heiko aus Dortmund eingetroffen waren, spielte auch der Wind mit und legte am Samstag zumindest so zu, dass die Rennen im Akkord durchgezogen wurden, Nummer 8 bis 12, zumindest soweit wir uns erinnern können, angesichts der Dauerbeschäftigung. Dauerbeschäftigung auch für die Motorbootbesatzungen, da Denis weiter fleissig Schwimmunterricht nahm und neben Mast Nummer 3 auch gleich 2 Segel entwertete, und am Ende des Tages mit einem Mast von Chris und Segel von Klaus unterwegs war. Bernd Flessner, in einem Interview auf die vor dem Strand zu sichtenden Tümmler angesprochen, verwies daher nicht ganz zu Unrecht auf weitere schwimmende Lebewesen in Höhe der Luvtonne... Auch Chris sorgte bei den Zuschauern für Aufmerksamkeit, indem er bei Start Nummer 12 Fabian Matthes nach einem Missverständnis das Wegerecht nahm und sich so beide neben ihren Boards wiederfanden.
 

 
Immerhin nahm der Wind gegen Abend wieder ab, sonst wäre mit Sicherheit auch noch Flutlicht für eine Late Night Slalom Elimination aufgeboten worden. So aber konnte man zumindest teilweise noch das Abendprogramm auf der Partymeile mitbekommen, allerdings war das frühe Ende für die meisten eher willkommen, denn auch für den letzten Tag war zumindest für die Disziplin Racing Wind angesagt.
 
 

 
Der kam dann auch am Sonntag morgen, allerdings liess es die Regattaleitung nach den vorherigen Spaätschichten etwas entspannter angehen und legte einen Kurs incl. Downwindslalom direkt parallel zum Strand, zur Freude der Zuschauer, die so mit Moderation das Rennen gut verfolgen konnten. Irene und Heiko dagegen waren noch näher dran, sie durften die beiden abschliessenden Rennen direkt aus dem Motorboot hautnah mitverfolgen. Und auch gleich Christian in Rennen Nummer 13 mit gebrochenem Mastfuss abbergen helfen, während Denis das geliehene Material diesmal wieder Erwarten heil über den Kurs brachte. Chris steigerte sich gegen Ende der Veranstaltung immer mehr und schaffte es so von einem anfänglichen Platz 22 am ersten Tag noch unter die Top 15 im Endergebnis. Christian, Klaus und Denis wechselten nur unwesentliche Ihre Platzierungen durch und landeten mit den konstanten Ergebnissen alle in den Top Ten. Denis, der gegen Ende der Veranstaltung sein Material relativ einfach verstauen konnte auf Platz 7, Klaus direkt dahinter auf Platz 8 und Christian auf 9.
 

 
Damit konnte das Team bei der abschliessenden Siegerehrung im Festzelt aus der Hand des Eventsponsors Volvo den Pokal für Platz 3 der Teamwertung entgegennehmen, bevor es zurück auf den Autozug ging. Nächster Tourstopp wird der Pro AM Slalom vor Fehmarn vom 04.-06.08.2006 sein, bis dahin viel Spaß auf dem Wasser!
 

 

by Chris
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