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DWC Warnemünde, 01.07.2006-03.07.2006

Für mich war es damals ein wichtigtes Argument für die Teilnahme DWC oder überhaupt an Regatten teilzunehmen, dass ich neue Surfspots kennen lernen konnte. Da ich noch nie in Warnemünde gewesen bin, war die Neugier auf das Revier und insbesondere auf die Warnemünder Woche, sehr groß, denn zum ersten Mal war der DWC in eine Segel-Großveranstaltung integriert.
 
 
Schon bei der Anreise konnte man auf dem Weg zum Fahrerlager die vielen unterschiedlichen Segelklassen anschauen und mitten im international besetzten Fahrerlager die Atmosphäre genießen. Das Fahrerlager lag direkt an der Warnow, so dass man die großen Fähren und Kreuzfahrtschiffe beim Passieren aus nächster Nähe bestaunen konnte. Auch der alte Hafen von Warnemünde lag in der Nähe des Fahrerlager,s so konnten wir uns an den vielen Buden und Lokalen mit gutem Fischspeisen und Getränken in einer sehr mediterranen Umgebung verwöhnen lassen. Das Materiallager war direkt am breiten Sandstrand, wo dies in einem Zelt und abgesichertem Materiallager gelagert werden konnte, so wie man sich das von einem perfekten Regattaspot wünscht. Besser konnte ein Veranstaltungsort nicht sein, perfekte Infrastruktur in einer geradezu karibisch anmutendem Umgebung.
 
 
Zur Überraschung mancher rollte, mangels Wind zumindest beim Einlaufen großer Schiffe, auch eine schöne Welle auf den Strand. Bei guten Windverhältnissen scheint Warnemünde auch ein sehr schöner Wavespot zu sein, definitiv eine Reise wert also. Am Freitag bezogen wir schnell unser Quartier, bevor es dann um 17:00 Uhr in eine Hafenkneipe zum Fußball-WM Viertelfinalspiel ging. Das Essen wie auch die Bedienung seien nachträglich gelobt. Durch den Sieg der Deutschen über Argentinier begann das Feiern im Hafen von Warnemünde bevor die Warnemünder Woche so richtig loslegte. Chris & Christian setzten auf eine WM Taktik der besonderen Art und nutzten die ersten 117 Minuten des WM Viertelfinales auf der leergefegten A1 für eine zügige Fahrt, bevor sie pünktlich zum Elfmeterschiessen einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe eines Fernsehturmes ansteuerten, um via Laptop und DVBT Card den Grund für die ausgelassene Stimmung bei ihrer Ankunft in Warnemünde verfolgen zu können.Ob es am Spiel lag, oder an unserer Ankunft mag dahingestellt bleiben, jedenfalls gab es beim nächtlichen Auslaufen einiger Kreuzfahrtschiffe sogar ein Abschiedsfeuerwerk, bei dem die Bewohner des Fahrerlagers in allererster Reihe waren, mal abgesehen von den Kreuzfahrern selbst.
 
 
 
Am Samstag sollte es dann auch bei uns sportlich losgehen. Das Wetter wurde durch ein stabiles Hochdruckgebiet bestimmt, viel Sonne, Temperaturen über 30 Grad und mäßige Winde waren die Vorhersage. Bei bestem Sommerwetter begann um 10:00 Uhr das Warten auf Wind. Lokale Thermik sollte gegen Mittag den Wind noch beschleunigen und die Regatta dann in Schwung bringen. Um 14:00 Uhr ging es dann mit dem ersten Kursrennen für die 46 Starter los, erster Start für den DWC-Warnemünde. Bei drehenden Winden konnten wir vor prallgefülltem Strand zwei Wettfahrten ohne große Komplikationen durchführen, abgesehen von ein paar Problemen mit Anglern, Windlöchern oder widerspenstigen Tonnen. Im dritten Lauf nahm der Wind ein wenig ab und die Wettfahrt wurde abgebrochen. An diesem Tag fanden keine weiteren Rennen mehr statt, so daß der Tagessieg an den jungen Polen Leszek Ruthowski (POL-220, Starboard, Severne) ging, gefolgt von Helge Wilkens (GER-63, Lorch, Gun Sails) und Bernd Flessner (GER-16, F2, Neil Pryde).
 
 
Den vierten Platz und zugleich drittbester deutscher Teilnehmer sicherte sich unser Master Klaus Sausen (GER-35, Starboard, Gaastra) vor seinen Teamkollegen Denis Standhardt (GER-189, Tabou, Gaastra), Chris Opitz (GER-69, Tiga, Gun) und Chris Hafer (GER-99, Tabou, Gun) auf den Plätzen 7, 8 und 27. Auch für die nächsten Tage meldeten die Wettervorhersagen Sonne und noch wärmere Temperaturen, dafür aber leichten und eher abnehmenden Wind, so dass es am nächsten Morgen es dann bei strahlendem Sonnenschein mit dem Warten auf Wind weiterging. Einige der Telnehmer versuchten ihre ersten Sonnenbrände in den Schatten zu retten, andere inspizierten den sehr stark gefüllten Strand und schauten sich die Strandschönheiten an, oder konfiszierten Badeuntensilien, um ihr Heil in den Fluten zu suchen.
 
 
Obwohl der Wetterguru der Warnermünder Woche gegen Mittag zunehmenden Wind vorhersagte, ließ dieser zunächst auf sich Warten. Er wurde zwar ab vier Uhr etwas stärker, die Regattaleitung empfand es aber zu löchrig für Rennen und entschied um 17:00 Uhr den Regattatag zu beenden. Für viele DWC-Teilnehmer eine nicht nachvollziehbare und falsche Entscheidung.. Denn ab 18:00 Uhr war der Wind gut genug, das viele Surfer auf den Wasser waren und bei optimalen Surfbedingungen bis 21:00 Uhr surfen konnten. Mit Sicherheit eine nicht ganz glückliche Entscheidung der Regattaleitung, es wären sonst noch einige Rennen möglich gewesen, um die von einigen erhofften Streicher zu bekommen.
 
 
Dritter und letzter Regattatag; auch hier war die Wettervorhersage für diesen Tag trotz der langsam schon lästig werdenden Sonneneinstrahlung eher düster, Wind bis max. 8 Knoten bis 15:00 Uhr. Es bleib, sich auf das wesentliche zu konzentrieren, daher organisierten wir als ersten den, nicht ganz einfachen, Rücktransport vom kleinen Material auf relativ unkonventionelle Weise. Das beste Gefährt hierfür waren die Boote von der Regattacrew. Schnellbeladen ging es über die Ostsee direkt in den Hafen wo an der Kaimauer unsere Wohnmobile und Fahrzeuge standen. Zwei mal mit dem vollbeladenen Boot gefahren und schon war das Material vom Team auf sehr einfache und bequeme Art aus dem Weg geschafft und ein schweisstreibendes Schleppen durch den Sand vermieden.
 
 
 
Danach ging es mit Warten im Schatten und Regeldiskussionen um den DWC weiter. Ab ca. 13:00 Uhr drehte der Wind auf Nordost und ein wenig Spannung kam auf, ob es doch noch für weitere Rennen reichen sollte. Um 14:00 Uhr ließ der Regattaleiter den Wind auf dem Wasser messen. 4-9 Knoten und die Ansage dass wir uns bereithalten sollten, damit man ab 14:30 Uhr schnell noch ein Kursrennen starten kann. Die Spannung stieg von Minute zu Minute und ich richtete mein Material her, da die ersten Frühgleiter schon aufs Wasser gingen. Schnell konnte man aber erkennen, das der Wind doch deutlich zu schwach war, so das die Regattaleitung um 15:00 Uhr die Veranstaltung beendete.
 
 
Es blieb bei dem Ergebnissen von ersten Regattatag, 1. Leszek Ruthowski (POL-220, Starboard, Severne), gefolgt von Helge Wilkens (GER-63, Lorch, Gun Sails) und Bernd Flessner (GER-16, F2, Neil Pryde). Den vierten Platz und zugleich Drittbester deutscher Teilnehmer sicherte sich Klaus Sausen vor seinen Teamkollegen Denis Standhardt, Chris Opitz (und Chris Hafer auf den Plätzen 7, 8 und 27.
 
 
Mit dieser Platzierung belegte Klaus Sausen hinter Bernd Flessner den zweiten Paltz in der Masterwertung der German Funboard Masters. Das Bayer-Windsurfteam erreichte mit dieser hervorragenden Leistung hinter dem Team Nr.1 den zweiten Platz. Durch das tolle Revier, der schönen Stadt mit ihrem gastfreundlichen Hafen und die reibungslose Organisation durch die Mitglieder des Segelclubs Warnemünde hinterließ die Warnemünder Woche einen tollen Eindruck bei mir und ich freue mich auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.
 
 
 
by Klaus
GER-35