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Surfen mitten in Deutschland, auf einem Binnensee, erlebte 2004 seine Premiere. Und auch 2005 war das Steinhuder Meer bei Hannover die vorletzte DWC-Station für die Regattasaison 2005 und für die Master (alte Säcke in Turnschuhe Ü35) zugleich die letzte Möglichkeit, wertvolle Regattapunkte für die German Funboardmasters 2005 zu sammeln.
 

 
Auch das Bayer-Team war komplett in Steinhude angetreten. Selbst der mit Rückenproblemen geplagte Teamälteste Klaus Sausen kam nach Steinhude, um seine Teamkollegen die anzufeuern, die Daumen zu drücken und seine im Alter erworbenen Weisheiten preiszugeben...
 

 
Vorort war die Regattainfrastruktur wie im Vorjahr perfekt: kurze Wege, Wassereinstieg über eine mit Teppich überzogene Rampe und, was besonderst gut bei den Teilnehmern ankam, ein großes Zelt im Materiallager für die Teilnehmer. Insbesondere das Zelt, die Red Bull Lounge mit angenehmen Sitzgelegenheiten, kostenlosen Getränken für die Teilnehmer und nettem Personal kam bei den Teilnehmern gut an. Dies auch deshalb, weil gerade an den ersten beiden Tagen das Wetter nicht unbedingt als sommerlich zu bezeichnen war.
 

 
Bei sehr regnerischem und kühlem Wetter und kräftigen Wind (Böen bis 20 Knoten) wurden von 11:00 bis 17:30 insgesamt 7 Kursrennen durchgezogen, für einen DWC rekordverdächtig.
 

 
Einige Teilnehmer hätten bei diesen Bedingungen lieber einen Disziplinenwechsel auf die Disziplin Slalom gehabt, konnten aber den Regattaleiter von dieser Idee nicht überzeugen. Die Bedingungen auf dem Wasser waren auch für viele Fahrer von der Küste ungewohnt, keine Wellen in Sicht, einzig das Seegras und der flache morastige Untergrund sorgten für Hindernisse. Dazu drehte der Wind über die Bahn, so dass die Taktiker besonders gefragt waren.
 

 
 

 
Nach den 7 Läufen lag Bernd Flessner (GER-16, Norderney) mit sechs ersten Plätzen vor dem Lokalmatador Helge Wilkens (GER-63) aus Hannover. Auf platz drei folgte der Ukrainer Maksim Oberemko (UKR-19) gefolgt von Toni Wilhelm (GER-319, Kiel), Vincent Langer (GER-122, Kiel), Thade Behrends (GER-94, Bremen) und Christian Opitz (GER-69, Unna).
 

 
Bei den Damen führte die Ukrainerin Olga Maslivets (UKR-9), die mit einem 13. Platz im Herrenfeld für eine kleine Sensation sorgte. Die Kielerin Andrea Wäldin (GER-292) lag Rang zwei der Damenwertung. Vincent, Chris und Denis kamen mit den wechselhaften Bedingungen nicht wie gewohnt zurecht und lagen am Ende des ersten Tages auf den Platzierungen 5, 9 und 19.
 

 
Der zweite Wettkampftag begann mit zunächst wechselhaften Windbedingungen. Bei Windgeschwindigkeiten zwischen 7 und 12 Knoten (3 - 4 Windstärken) konnte am Vormittag zunächst nur ein Funrace für die zahlreichen Zuschauer angesetzt werden, da der Wind zu unkonstant für reguläre Rennen war. Genügend Zeit für alle Teilnehmer sich entspannt auszutauschen und sich an einen der vielen Ständen für die nächste Wettfahrt zu stärken. Erst am Nachmittag stabilisierte sich die Wetterlage und Regattaleiter Holger Lass konnte offizielle Rennen starten.
 

 
Der Wind reichte am diesen Tag nur für ein reguläres Kursrennen, welches Christian Opitz (GER-69) für sich entscheiden konnte. Ihm folgten der Schweizer Richard Stauffacher (SUI-31) auf Platz zwei und der Ukrainer Maksim Oberemko (UKR-19). Die Jungs vom Team bestätigten, trotz aller Tipps vom "Chefcoach" Klaus, der via Fernglass das Geschehen live mitverfolgte, auf Plätzen ähnlich wie am Vortag ein.
 

 
Wie im vergangenen Jahr luden die Master alle DWC-Teilnehmer, ihre Caddy´s, sowie die Regattacrew zum Spanferkelessen und Freibier im Fahrerlager ein. Zunächst gab es kleine Startschwierigkeiten mit dem Fassanstich, doch nachdem diese behoben wären, ging die Party ab. Auch Petrus hatte ein Einsehen, stellte die Bewässerung von oben ab. Im gewohnten Stil saßen alle an einer langen Tischreihe und unterhielten sich in einer gemütlichen Atmosphäre, eine wirklich entspannte Atmosphäre. Im Anschluss an das Essen wurde Klaus Sausen, der durch Rückenprobleme bedingt eine Pause vom Regattasport einlegen muss, von den Regattakollegen mit einen Geschenk überrascht, das Jörg Volenec mit ein paar passenden Worte überreichte.
 

 
 

 
Allerdings besteht nach neuen Diagnosen doch Grund zur Zuversicht, dass Klaus pünktlich zur Saison 2006 wieder das Team auf dem Wasser verstärken wird, anstatt als Coach und Rentner von der Parkbank an der Strandpromenade seine Ratschläge und gefürchteten Anweisungen zu erteilen. Nach dem letzten Glas Bier ging es gemeinsam zur Afterraceparty, wo der Abend ganz langsam sein Ende nahm.
 

 
Die lange Nacht war auch angesichts der Wetterprognosen durchaus gerechtfertigt. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen ging am Sonntagnachmittag Deutschen Windsurf Cups am Steinhuder Meer zu Ende. Die Prognosen stimmten, und der Wind reichte am letzten Wettkampftag nicht mehr für offizielle Rennen aus, so dass insgesamt acht Kursrennen in die Gesamtwertung eingingen.
 

 
Den DWC gewann Bernd Flessner (GER-16) vor den Lokalmatador Helge Wilkens (GER-63) aus Hannover und dem Ukrainer Maksim Oberemko (UKR-19).
 

 
Das Bayerteam beendete die Regatta mit den Plätzen 5 Vincent Langer, ß Denis Standhardt und 20 Chris Hafer. Vincent wurde bester Jugendlicher und kann seine gute Form kommende Woche in England im Rahmen der Formula Jugendweltmeisterschaften unter Beweis stellen.
 

 
 

 
In der Team Wertung landete das Bayerteam auf Platz 2 und sicherte sich damit auch vorzeitig den 2ten Platz der Teamwertung 2005.
 

 
Nächster Tourstopp ist die Deutsche Meisterschaft auf Sylt kommende Woche, bis dahin!
 

 

by Klaus