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Nach der östlichsten Regatta der ganzen Saison in Rügen ging es am Wochenende drauf ganz in den Westen der Republik: Traditionell traf sich der DWC – Tross im Rahmen des White Sands Festivals auf Norderney. Der ärztliche Dienst hatte bei den Hansen-Brothers gute Arbeit geleistet, das Windsurfteam reiste in voller Besetzung an. Den ersten Ausfall gab es dieses Mal allerdings schon vor dem ersten Startschuss: Klaus musste mit einer eitrigen Nagelbettentzündung die Segel streichen, unterstütze das Team aber nach besten Kräften als Caddy und Stimmungskanone.
 

 

 
Sportlich ging es dort weiter, wo es auf Rügen aufgehört hatte. Regattaleiter Holger Lass zog in den vier Tagen elf Kursrennen, zwei Slalomserien und eine Freestyle-Elimination durch. Konditionell gerieten dabei viele Teilnehmer an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit; teilweise ließ uns Holger drei Stunden auf dem Wasser, um vier Kursrennen „back-to-back“ durchzuziehen, so dass die Aktiven sich auf die zahlreichen Patries abends eher schleppten. Auch wettertechnisch war kein Unterschied zu Dranske erkennbar: Wind ohne Ende bei recht eisigen Temperaturen. Gut, dass wir wenigstens gut verpflegt wurden. Sponsor Knorr spendierte jedem Fahrer täglich eine 5-Minuten-Terrine. Da freut sich doch das Sportlerherz...
 

 

 
Die Regatta startete am Freitag mit Kursrennen bei Anfangs noch recht zweifelhaften Bedingungen. Bei sehr wenig Wind wurden wir über den Dreieckskurs geschickt. Chris blieb schon am Start in einem Windloch stehen und kämpfte sich fortan durch das Feld. Am Ende stand ein 17. Platz zu Buche. Bei Vincent und mir lief es besser, die erste Boje rundeten wir als fünfter (Vinc) und sechster, im Ziel lagen wir auf den Plätzen 10 und vier. Nach einer kurzen Pause frischte der Wind auf, zwei weitere Kursrennen wurden durchgezogen, den Kursrenntag beendeten wir auf den Plätzen 19 (Chris), 6 (Vinc) und 4. Vorne zog Flessi einsam sein Bahnen.
 

 

 
Direkt im Anschluss wurde der erste Slalom angeschossen. Christian fuhr im B-Finale auf den vierten Platz, ich traf mich das erste Mal mit Vincent an der ersten Slalom-Tonne. Wir erreichten die Boje auf als dritte und vierte. Allerdings musste Vincent mich auf der Innenbahn durchlassen. Ich konnte dabei noch Andi Laufer überholen, Vinc legte einen kurzen Tauchgang und sorgte im heran fliegenden Feld für einige Probleme, die im kollektiven Kampfschwimmen um die Boje ausarteten. Danach ging es fröhlich durchgemischt weiter. Im Ziel lag ich hinter Bernd Flessner auf Platz 2, Vincent wurde achter.
 

 

 
Am Samstag ging es dann direkt mit dem zweiten Slalom weiter. Christian belegte nach einer Salzwasserkur Rang 24, das ergab Platz 19 im Slalom. Das Duell mit Vincent fand in dieses Mal an der dritten Tonne statt, aber wiederum auf den Plätzen drei und vier. Der größte Unterschied war aber, dass Vincent geradewegs durch mich durchfahren wollte. Die anderen Finalteilnehmer hatten sich schon auf Vincents Fahrstil eingestellt und halsten elegant um uns herum. Bis wir unser Material wieder auseinandersortiert hatten, fuhren wir entspannt auf den letzten beiden Plätzen ins Ziel. Vincent wurde anschließend wegen dem Crash auf Platz 10 gesetzt, ich bekam als Wiedergutmachung den dritten Platz. Für die Slalomwertung bedeutete das die Plätze sieben für Vincent und drei für mich.
 

 

 
Nach der Mittagspause wurde dann der erste Freestyle der Saison angeschossen. Die Bedingungen waren in der ersten Runde noch recht schwierig, wenig auflandiger Wind und dazu noch wenig Platz zwischen den Buhnen. In der ersten Runde bekam ich auch gleich eine Schwimmstunde in dem Brandungsbereich geboten. Zum Glück erwischte es meine beiden Gegner noch schlimmer und so kam ich glücklich in die zweite Runde. In der zweiten Runde lief es bei etwas stärkerem Wind und mit einem kleineren Segel deutlich besser, den Heat gewann ich und traf anschließend im Halbfinale auf Bernd Flessner, Jonas Schmidt und Vincent, der sich souverän in den ersten Runden durchgesetzt hat. Bernd und Vinc qualifizierten sind dann auch für das Finale. Allerdings wurde Vinc in seinem ersten Freestylefinale überhaupt das Opfer seiner Nervosität. Platz 4 war das Ergebnis für ihn, für mich stand Platz 5 zu Buche.
 

 

 
Samstag Abend traf dann auch die Nachwuchshoffnung des Teams auf Norderney an, Uli Hemmink. Nach dreijähriger Vorbereitung wagte der ehemalige Weltklassesegler in der Laserklasse den Start seiner zweiten Regattakarriere. Seine Vergangenheit konnte man schon bei den folgenden acht Kursrennstarts am Sonntag und Montag erkennen, Uli startete wie ein Großer, konnte zwar den Speed der Topleute nicht ganz mitgehen, aber bekam als 34. der Gesamtwertung am Montag immerhin den Pokal des besten Rookies überreicht. Christian fuhr weiterhin konstant Plätze um Position 20 ein, Vincent und ich kamen besser in Schwung und belegten in der Kursrennwertung am Ende die Plätze fünf und sechs. Für die Gesamtwertung bedeutete dass die Platzierung 19 (Christian), 4 (Vincent) und 3 (Denis). Damit gab es wieder einmal reichlich Pokale für die Bayer-Aktiven: Platz 2 in der Teamwertung, bester Youth (Vincent), bester Rookie (Uli Hemmink), und Platz 3 im Slalom und Overall (Denis).
 

 

 
Weiter geht’s in zwei Wochen auf Fehmarn, am kommenden Wochenende steht erstmal eine weitere Trainingseinheit in Holland auf dem Programm. Wir sehen uns am Strand...

by Denis / Pics by G.Weigt